Interdisziplinäre Vortragsreihe zu One Health

Der One-Health-Ansatz rückt die Zusammenhänge von Menschen, Tieren, Pflanzen und ihrer Umwelt in den Fokus und betrachtet Gesundheit und Krankheit als ein komplexes Zusammenspiel. Mit der Gründung des Helmholtz-Instituts für One Health wurde in Greifswald ein Meilenstein gesetzt, um die bestehende naturwissenschaftliche und medizinische Forschung zu Krankheitserregern und Infektionskrankheiten an Universität, Universitätsklinikum und Friedrich-Loeffler-Institut weiterzuentwickeln. Dieses neue Institut stärkt die lokale Forschungslandschaft und wird national sowie international an Bedeutung gewinnen.

Vor diesem Hintergrund initiiert das Historische Institut der Universität Greifswald eine interdisziplinäre Vortragsreihe, die sich mit den wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und historischen Aspekten von One Health auseinandersetzt. „Die Reihe soll den wissenschaftlichen Austausch fördern, die Relevanz des Themas für die öffentliche Gesundheit unterstreichen und den Beitrag der Geisteswissenschaften zum Thema Gesundheit von Menschen und Tieren sowie den ökologischen Problemen der Gegenwart verdeutlichen“, erklären die Organisator*innen Prof. Dr. Mathias Grote und Prof. Dr. Annelie Ramsbrock. 

Die Vortragsreihe beginnt mit einem öffentlichen Abendvortrag am 08.04.2025. Dr. Jan Frederik Gogarten vom Helmholtz-Institut für One Health, Greifswald und der Universität Greifswald wird ab 18:00 Uhr im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg sprechen. Der Titel seines Vortrags lautet „Das Helmholtz-Institut für One Health: Ein neuer Ansatz zur Erforschung der sich verändernden Mensch-Tier-Beziehungen“.

Dr. Jan Frederik Gogarten wird zeigen, wie die Forschung zu Krankheitserregern von der Anwendung des One-Health-Ansatzes profitiert. Er sagt: „Dazu gehört die Untersuchung von Menschenaffen, den nächsten lebenden Verwandten des Menschen, die als ‚Wächter‘ für in Ökosystemen zirkulierende Infektionskrankheiten dienen, welche für die menschliche Gesundheit von Bedeutung sein könnten.“ Im Anschluss wird Prof. Dr. Mathias Grote die Ergebnisse aus der Sicht der Geschichtswissenschaften kommentieren.

In folgenden Vorträgen, die im Historischen Institut stattfinden, werden internationale Expert*innen aus den Geisteswissenschaften von Naturwissenschaftlern aus Greifswald kommentiert. Sie sind öffentlich. 

18 Uhr c. t., Historisches Institut, Domstraße 9a, R. 3.09

  • 20.05.2025 | Beat Bächi (Zürich): Stress im Schweinestall. Zur Verschränkung von Leistung und Gesundheit(en), 1950–2000. Respondentin Annelie Ramsbrock
  • 17.06.2025 | Hannah Landecker (Los Angeles): The Biology of Mass Production? Using Data and Methods from Twentieth Century Social History in the Study of Anthropogenic Life. Respondentin Katharina Riedel
  • 01.07.2025 | Barbara Orland (Basel): Galenisch oder Chymisch? Pharmakologische Kontroversen der Frühen Neuzeit. Respondentin Ulrike Garscha

Weitere Informationen
Veranstaltungsplakat (PDF)
Diese Medieninformation hat die Kurz-URL https://ugreif.de/tpuqk. 

Ansprechpartner an der Universität Greifswald 
Prof. Dr. Mathias Grote
Heisenberg-Professur Geschichte des Wissens
Historisches Institut
Domstraße 9 A, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3320
mathias.groteuni-greifswaldde

 

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